Gesundheit ist das Wichtigste?

18. Januar 2020 Aus Von Wandereremitin

Gesundheit ist das Wichtigste - Beitrag Hören

 

Gesundheit ist das Wichtigste

0

Gerade zum Jahreswechsel oder wenn es um die Geburt eines Menschenkindes geht, höre ich häufig: „Ach wissen Sie, Gesundheit ist doch das Wichtigste!“ 

 

Nein! Das ist ein großer Irrtum. Irrlehre, wenigstens für einen Christen. Denn das Wichtigste für ihn, den Christen, ist allein: Erkenntnis Gottes!

 

Denn nicht ein gesunder Leib verhilft uns zu Glücksempfinden bzw. Erfüllung, Frieden und Freude in unser aller Alltagsleben. Wäre dem so, gäbe es nicht einen einzigen „glücklich Versehrten“ auf Erden, der uns da durch seine bedingungslose Hingabe an den Willen Gottes für sich, im demütigen Ausharren unter seinem körperlichen Handicap, uns allzeit Zeugnis von der Gerechtigkeit, Liebe, Güte und absoluten Allmacht Gottes, Seinem Menschen gegenüber, gibt. Das Gegenteil ist der Fall: derart „glücklich Versehrte“ gibt es staunenswert zahlreich mitten unter uns. 

 

Indes auch umgekehrt. Wäre Gesundheit das Wichtigste, gäbe es keinen einzigen Menschen auf Erden, der unglücklich Hunger litt. Hungerleidende gibt es aber indes – erschreckend zahlreich sogar –, selbst hier in Deutschland. Diese Tatsache verdanken wir nicht zuletzt einer Vielzahl an geistlich verarmten Menschen an der politischen wie religiösen Regierungsspitze, die ansonsten körperlich vor Gesundheit nur so strotzen.

 

In Anbetracht dieser Realitäten kann also von „Gesundheit ist das Wichtigste“ nicht die Rede sein.

 

Aus diesem Grund heißt die Weisung des Herrn an uns auch:

 

„Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit,

dann wird euch alles andere dazugegeben.“

Mt 6, 33

 

Anstatt uns also gegenseitig Gesundheit zu wünschen, sollten wir uns stattdessen unablässig „Erkenntnis Gottes“ wünschen, oder, mit den Worten eines hl. Pater Pio „allzeitige Zunahme an himmlischer Erkenntnis“. Tun wir so, verhelfen wir uns gegenseitig konstant den Willen Gottes für uns nicht nur zu erkennen, sondern letztendlich auch – in Gänze freiwillig –, anzunehmen, bzw. auszuführen.