Liebe in der Fastenzeit

13. März 2020 Aus Von Wandereremitin

 

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Liebe in der Fastenzeit? Ja. Besonders in ihr. Hallo, der Schmerzensmann lässt grüßen.

 

Jesaja 53,1 ff

„Wer hat geglaubt, was wir gehört haben? Der Arm des HERRN – wem wurde er offenbar? …

 Er hatte keine schöne und edle Gestalt, sodass wir ihn anschauen mochten. 

Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm. 

Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. 

Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht. 

Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. 

Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. 

Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Vergehen, wegen unserer Sünden zermalmt. 

Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. 

Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. 

Doch der HERR ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. 

Er wurde bedrängt und misshandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf. 

Doch der HERR hat Gefallen an dem von Krankheit Zermalmten. 

Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben. Was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen. H

Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. 

Er sättigt sich an Erkenntnis. 

Mein Knecht, der Gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. 

Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit Mächtigen teilt er die Beute, 

weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ. 

Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein.“

 

Bin ich Christ:in? … Fein, dann bin ich auch der Gnade teilhaftig, es Ihm, Jesus Christus, in dieser Liebe zum ewigen Vater und somit dem Nächsten, gleichzutun. Konkret: Die Krankheit jener zu tragen, die da „nicht wissen, was sie tun“ (Vgl. Lk 23,34). Ohne Netz und doppelten Boden. Kompromisslos bedingungslos. 

 

Damit befinde ich mich dann in bester Gemeinschaft mit vielen Heiligen, wie z.B. einem hl. Pater Pio, der die gesamte Kreuzesliebe des Schmerzensmannes für mich mit folgenden Worten auf den Punkt bringt:

 

„Ich darf mit Gewissheit sagen, dass Jesus mich nie vergessen hat, auch wenn ich weit weg von ihm war. Er ist mir mit seiner Liebe überall hin gefolgt.

 

Jesus sagt mir, dass er mich durch seine Liebe erfreut, ich ihn dagegen durch meine Schmerzen. Die Gesundheit zu wünschen, würde deshalb heißen, auf die Suche nach Freuden für mich selbst zu gehen und nicht Erleichterung für Jesus zu suchen. Ja, ich liebe das Kreuz, das Kreuz allein! Ich liebe es, weil ich es immer auf den Schultern Jesu sehe! … Wenn Jesus mir zeigen will, dass er mich liebt, gibt er mir die Wunden, die Dornen, die Ängste … seiner Passion zu kosten. Wenn er mir eine Freude machen will, erfüllt er mein Herz mit jenem Geist, der durch und durch Feuer ist und erzählt mir von seinen Wonnen; will er aber selbst erfreut werden, erzählt er mir von seinen Schmerzen und fordert mich auf, mit zugleich bittender und befehlender Stimme, ihm meinen Körper zur Verfügung zu stellen, um ihm die Qualen zu erleichtern. 

 

… Vielleicht habe ich mich noch nicht richtig ausgedrückt in Bezug auf das Geheimnis dieser Art zu leiden. Jesus, der Schmerzensmann, möchte, dass alle Christen ihm nachstreben sollen …“ (aus einem Brief an Pater Agostino, Pietrelcina, 1. Februar 1913, Briefe I, Nr. 114, S. 401-402)

 

Gleich demnach, ob Schmähung, Demütigung oder Verleumdung. Körperliche Gebrechen, Schweinegrippe, Ebola- oder Coronavirus bis zum physischen Tod. Und wenn einer so von der Erde geht, ist es der Schmerzensmann, der dann bedingungslos zu ihm steht. Vor dem Vater, dem ewigen. Nicht Du, nicht ich – sondern Er: Jesus Christus. 

 

Ergo lasst mich unbehelligt ausharren, in der täglichen Einnahme meiner Medizin: dem Aufblick zum ewigen Vater durch den Sohn, im Heiligen Geist. Steter Empfang der Heiligen Sakramente: Kommunion, Beichte und, in argem Leiden, die Krankensalbung. Und nicht zuletzt beständig in diesem Gebet:

 

„Vater! … Geheiligt werde dein Name … Dein Wille geschehe …“

 

Mehr braucht es nicht, für mich als Christ – Amen!