Schließung Priesterseminar „San Rafael“ – wegen Widerstand gegen Handkommunion

30. Juli 2020 Aus Von Wandereremitin

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Vorsorglich, für all jene Seminaristen, die gegebenenfalls späterhin in eine ähnliche Situation gelangen, wie die vierzig (40!) Studenten aus dem katalanischen Priesterseminar „San Rafael“. Die aufgrund einer autoritären Anordnung ihres Bischofs – „verpflichtend vorgeschriebene Handkommunion“ – in einen innerkirchlichen Konflikt geraten sind (Quelle: kath.net, 31.07.2020 „Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstand gegen Handkommunion schließt“).

Bevor Ihr eure Entscheidungen trefft, stellt euch, so bitte ich euch, zunächst die rechten Fragen – bleibt nicht an den zahllosen oder gar empörenden hängen, sondern an den einzig nötigen:

 

„Stammt die Berufung eines Menschen zum Priester vom Himmel oder vom Menschen?“


(Vgl. Lk 20,4)

 

Genau! Ergo,

 

„Ist Gott für euch, wer kann dann gegen euch sein?“

(Vgl. Röm 8,31)

 

Wesentlich ist ja nicht, dass Ihr im Recht seid, per Kirchenrecht, zudem in Übereinstimmung mit dem Wortlaut aus Redemptionis Sacramentum, „dass ein Katholik immer das Recht hat, die heilige Kommunion als Mundkommunion zu empfangen“ und selbst Mediziner auf „den höheren Hygienestandard bei der Mundkommunion“ hinweisen (Quelle: kath.net, s.o.), sondern ausschließlich Eure Liebe zum ewigen Vater, in dem geliebten Sohn Jesus Christus. Eine Liebe, die Ihr sicher in der einzig würdigen Ehrenbezeigung, kniend den Heiligen Leib zu empfangen, ausdrückt, und/oder ausdrücken lassen wollt. Das ist mir nur zu gut verständlich. War ich doch selbst einmal schweren Herzens über Jahre hinweg gezwungen, auf diese Ehrerbietung zu verzichten, im Gehorsam gegenüber der Priorin, zu der Zeit als Novizin in einem theresianischen Karmelitinnenorden. Indes ohne diese Jahre der speziellen Ausbildung in diesem Kloster, fehlte mir heute die Grundlage, meinen Ruf als Wandereremitin nunmehr freiheitlich auszuüben.
Hier bleibt ergo bei allem die Anweisung eines Bischofs in seiner letzten Konsequenz, stets ebenso „Verhängung des Herrn“. Und von daher, so bitte ich Euch: Was immer Euch an Unrecht geschieht oder noch geschehen wird, nehmt es an und beugt Euch, in der Gesinnung eines Naaman, des Feldherrn des Königs von Aram, aus 2. Kön 5,1ff. Der nach seiner Reinigung vom Aussatz durch den Propheten Elischa dennoch weiter Dienst erwies, stützend seinen Dienstherrn niederfallend, „im Tempel Rimmons“:

 

„Darauf sagte Naaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht so viel Erde, wie zwei Maultiere tragen können;
denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brand- und Schlachtopfer darbringen als dem HERRN allein.
Nur dies möge der HERR deinem Knecht verzeihen:
Wenn mein Herr zur Anbetung in den Tempel Rimmons geht, stützt er sich dort auf meinen Arm. Ich muss mich dann im Tempel Rimmons niederwerfen, wenn er sich
dort niederwirft. Dann möge das der HERR deinem Knecht verzeihen. Elischa antwortete: Geh in Frieden!“

 

Ergo: Tragt Eure Trauer darüber im Herzen durch, aber werft Eure Berufung hierüber nicht fort. Bleibt im Licht Christi. Wir, die Gläubigen, brauchen EUCH! Gerade wegen Eures tief empfundenen Glaubens. Haltet aus, ertragt – Eure Stunde wird kommen. Amen!